Samstag, 15. Oktober 2011

Bin Ladens Aussagen zu 9/11

Zehn Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ist es an der Zeit, einmal zu betrachten, was genau über die damaligen Ereignisse bekannt ist.

Schon in den ersten Wochen nach dem 11. September 2001 hatte die US-Regierung, genauer gesagt Außenminister Colin Powell, einen offiziellen Untersuchungsbericht – ein so genanntes »White Paper« – versprochen, der jedoch nie erstellt wurde. Die britische Regierung unter Tony Blair gab ein Dokument heraus, das jedoch allgemein als wenig oder gar nicht überzeugend bezeichnet wurde. Auf Druck der Öffentlichkeit musste die Bush-Regierung ihren anfänglichen Widerstand gegen die Bildung eines breit angelegten Untersuchungsausschusses schließlich aufgeben. Zunächst wurde noch versucht, Henry Kissinger die Verantwortung für die Untersuchung zu übertragen, doch diese Nominierung rief allgemeine Entrüstung hervor. Stattdessen bescherte man uns die Kean-Hamilton-9/11-Commission, die dann im Mai 2004 ihren Bericht vorstellte. Diese Kommission war von Anfang an mit erheblichen Interessenkonflikten belastet. So hatte Philip Zelikow, der geschäftsführende Leiter, gemeinsam mit der Direktorin des Nationalen Sicherheitsrats Condoleezza Rice ein Buch verfasst, musste also als deren Geschäftspartner betrachtet werden.

Ein weiterer schwerer Schlag war der Rücktritt von Ex-Senator Max Cleland aus Georgia, der als Zeichen des Protests gegen »eine versuchte Vertuschung durch das Weiße Haus« aus der Kommission ausschied.

Der Bericht der Kean-Hamilton-Kommission enthielt eine höchst unwahrscheinliche Saga von Osama bin Laden, al-Qaida und 19 arabischen Entführern, die unter Aufsicht von Chalid Scheich Mohammed (KSM) die spektakulären Attacken ausgeführt hätten.

Die offizielle Version der US-Regierung ist in den vergangenen zehn Jahren bei der Öffentlichkeit auf erhebliche Skepsis gestoßen. Ein Grund dafür ist wohl das Eingeständnis von Kean und Hamilton selbst, die in ihrem 2006 erschienenen Buch Without Precedent (Beispiellos) zugegeben hatten, dass sich hochrangige Generäle der US Air Force, des North American Air Defense Command (NORAD) und andere hohe Regierungsvertreter vor der Kommission des Meineids schuldig gemacht hatten, und zwar in kritischen Fragen der genauen zeitlichen Abläufe und der Frage, wer im bürokratischen Sicherheitsapparat der USA wann was getan und gewusst hatte...

Viele - auch der hier bei uns aufgeführten - Fragen und Ungereimtheiten werden weiter ignoriert.



Beispiel: die Aussagen von Osama Bin Laden.

In einem fast 300 Seiten starken Papier hatte der Foreign Broadcast Information Service (FBIS) der CIA, der regelmäßig fremdsprachige Quellen auswertet und übersetzt, über einen Zeitraum von zehn Jahren öffentliche Äußerungen von Osama bin Laden zusammengetragen.

Der Titel: »FBIS Report: Compilation of Usama bin Laden Statements 1994 – January 2004«. Auf Seite 157 findet sich zum Beispiel ein von der Peshawar Afghan Islamic Press News Agency am 16. September 2001 verbreitetes Statement bin Ladens.

Überschrift:»Bin Laden leugnet Verwicklung in die Terroranschläge in den USA«.

»Nach den Explosionen in den Vereinigten Staaten zeigen einige Leute mit dem Finger auf mich, aber ich weise das zurück, weil ich es nicht getan habe«, wird bin Laden da zitiert.

oder

»Die Vereinigten Staaten haben mich schon immer derartiger, von ihren Feinden begangener Anschläge beschuldigt. Um es nochmal zu sagen, ich habe es nicht getan; die Täter haben dies in ihrem eigenen Interesse durchgeführt. Ich lebe im Islamischen Emirat Afghanistan, und ich habe mit seiner Eminenz Amir ol-Momenin gesprochen, der derartige Angriffe vom Territorium Afghanistans aus nicht erlauben würde.«

Ferner enthält die Sammlung auf Seite 179 auch ein Interview der Zeitung Karachi Unmat mit bin Laden vom 28. September 2001: »Sie wurden beschuldigt, an den Angriffen von New York und Washington beteiligt gewesen zu sein«, fragt der Unmat-Korrespondent bin Laden. »Was möchten Sie dazu sagen? Wenn Sie nicht beteiligt waren, wer könnte es dann gewesen sein?«

Antwort: »Ich habe bereits gesagt, dass ich nicht in die Anschläge vom 11. September in den Vereinigten Staaten verwickelt bin. Als Moslem tue ich mein Bestes, um nicht zu lügen. Weder wusste ich irgendetwas über diese Anschläge, noch würde ich den Tod von unschuldigen Frauen und Kindern und anderen Menschen als einen begrüßenswerten Akt ansehen. Der Islam verbietet es strikt, unschuldigen Frauen, Kindern und anderen Menschen Leid zuzufügen. […] Wer auch immer die Attentate vom 11. September begangen hat, ist kein Freund des amerikanischen Volkes. Ich habe bereits gesagt, dass wir gegen das amerikanische System sind, nicht gegen das amerikanische Volk, während bei diesen Anschlägen normale Leute getötet wurden. […] Die Vereinigten Staaten sollten versuchen, die Täter in ihrem Inneren zu suchen; Leute, die Teil des Systems sind, aber dagegen opponieren. Oder solche, die für ein anderes System arbeiten. Personen, die das gegenwärtige Jahrhundert zu einem Jahrhundert des Konflikts zwischen Islam und Christenheit machen wollen, damit ihre eigene Zivilisation, Nation, Land oder Ideologie überleben kann.«

Weiterhin werden folgende Aussagen Bin Ladens dort aufgeführt. So sagt er u.a. zu den Hintergründen:

»Es kann irgendjemand gewesen sein, von Russland bis Israel, und von Indien bis Serbien. In den USA selbst gibt es Dutzende von gut organisierten und gut ausgerüsteten Gruppen, die eine große Zerstörung anrichten können. Außerdem dürfen Sie nicht die amerikanischen Juden vergessen, die seit den Wahlen in Florida genug von Präsident Bush haben und sich an ihm rächen wollen. Des Weiteren gibt es Geheimdienste in den Vereinigten Staaten, die jedes Jahr Milliarden von Dollars vom Kongress und der Regierung bekommen. Zu Zeiten der Sowjetunion war diese Geldbeschaffung kein Problem, aber danach gerieten die Budgets in Gefahr. Sie brauchten einen Feind.«

Wenn nicht Bin Laden, wie er ja ausführt, wer hat also dann diese Anschläge geplant?
Osama Bin Laden ist tot, man kann ihn nicht mehr befragen. Die Umstände seines Todes geben weitere Indizien, dass hier etwas vertuscht werden sollte.

Dazu in einem weiteren Bericht in Kürze mehr.

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